Kalligraphie von Rolf Lock (2016)

 

Buddha,

 

Bach

 

und ich

 

- eine unmögliche Begegnung -

 

So möge ein Projekt bezeichnet sein, das im Jahre 2014 seinen Anfang nahm,

und dessen Ende (noch) nicht abzusehen ist.

 

Es geht hierbei nicht um die Vermittlung von „buddhistischer Religion“,

noch gar darum, deren vermeintlich besonderen Vorzügen für uns Heutige

- in missionarischer Absicht - das Wort zu reden;

 

es geht hierbei nicht um den Lobpreis eines der bedeutendsten Tonschöpfer unserer Menschenfamilie,

noch gar darum, seine Musik zur alleinseligmachenden Kunst zu stilisieren,

 

sondern um eine Angelegenheit höchst privater Natur,

worauf die beiden Wörtchen „und ich“ ein Fingerzeig sein sollten.

 

Lebte der Ältere von beiden - mit Hausnamen Siddhatta Gotamo in Pali(-schreibweise)

oder Siddhartha Gautama in Sanskrit(-schreibweise) - vermutlich um 500 vor Christi Geburt

in der Mittleren Gangesebene des alten Indien,

so lebte der Jüngere von beiden – mit Hausnamen Johann Sebastian Bach – von 1685 bis 1750

im deutschsprachigen Thüringen und Sachsen.

 

Natürlich hätten sich diese beiden Geistesheroen niemals begegnen können;

- und doch gibt es eine Klammer, die die Einsichten und Lebensregeln des indischen Weisen

und die Musik des 17ten Kantors der Leipziger Thomaskirche miteinander verbindet,

- und diese Klammer läßt sich nur erspüren – nicht erkennen oder benennen.

Es ist beider mystische Grundhaltung zu Werden und Sein, zu Geburt und Tod.

 

Mit Beginn des Frühjahres 2014 erfolgten Film-/Video-Aufzeichnungen erster Lesungen ausgewählter Lehrreden des Buddha, wie sie im Pali-Kanon aufgezeichnet sind.

 

Auf den folgenden Seiten sollen die Umstände, die Texte und die Motive zur Auswahl

und zu den Dokumentationen dieser frühbuddhistischen Schriften nachgezeichnet werden.

Alle Lesungen werden auf DVDs angeboten – in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichungen.

 

Wir bitten um  Geduld,

denn diese Seiten zu gestalten, wird sehr viel Zeit und Sorgfalt in Anspruch nehmen,

die es neben unseren hospizlichen Aufgaben zu erübrigen gilt.

 

 

 

         Friedrich Ostenrath                             und                               Roswitha Katharina Wirtz